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SEIT 1919 MINERALOELHANDELSGESELLSCHAFT MBH |
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Welche Aufgaben hat Motoröl?Die Hauptaufgabe von Motoröl ist natürlich die Schmierung der beweglichen Teile, um Reibung und Verschleiß zu verhindern. Außerdem ist Motoröl wichtig für den Temperaturhaushalt des Triebwerks. Das Öl nimmt Wärme vom Motor auf und gibt diese im Ölkühler und über die Ölwanne ab. Somit ist der Ölkreislauf auch ein Kühlmittelkreislauf. Doch neben der Schmierung und Kühlung übernehmen Motoröle noch zusätzliche, anspruchsvolle Aufgaben, unterstützt durch die so genannten Additive. Was bewirken Additive?Motoröl ist eine Mixtur aus einem oder mehreren Basisölen und vielen
Zusatzstoffen, den Additiven, die das Öl mit zusätzlichen Eigenschaften
ausstatten, damit es perfekt den jeweiligen Einsatzanforderungen gerecht wird.
So enthält ein modernes Motoröl verschiedenste, hochwertige Additive, damit das
Öl
Warum gibt es Öle verschiedener Viskositäten?Für die besten Schmiereigenschaften ist es unerlässlich, dass das Öl die richtige Zähigkeit (Viskosität) aufweist. Die Viskosität ist – vergleichbar mit Honig – abhängig von der Temperatur. Kaltes Öl ist dickflüssig, heißes dünnflüssig. Damit ein Motoröl aber seinen Aufgaben gerecht werden kann, sollte es in einem bestimmten Temperaturbereich, der sich aus den aus der Einsatzart hervorgehenden Betriebstemperaturen ergibt, eine weitgehend gleichmäßige Viskosität aufweisen. Dieser Temperaturbereich kann sehr breit sein, vom winterlichen Kaltstart unter 0° Öltemperatur bis zu 300°C im Bereich der Kolbenringe bei betriebswarmen Motor. In diesem Temperaturbereich muss das Motoröl seine oben beschriebenen Aufgaben erfüllen. Dieser Spagat ist nur mit so genannten Mehrbereichsölen zu erreichen. Man erkennt sie an dem W in der Kennzeichnung und den zwei Kennzahlen für den Viskositätsbereich, z.B. SAE 10W40. Ein solches Öl ist flüssig genug bei niedrigen Temperaturen, aber nicht zu dünnflüssig bei hohen Temperaturen. Prinzipiell sollten die niedrigsten vom Hersteller freigegebenen Viskositäten verwendet werden, denn je “dicker“ ein Öl ist, desto mehr Leistung geht im Motor durch Flüssigkeitsreibung verloren. Auch der so genannte Kaltstartverschleiß ist bei “dickeren“ Ölen höher, da das Öl längere Zeit benötigt um an die kritischen Punkte gepumpt zu werden. Warum gibt es eigentlich spezielle Motorradmotorenöle?Heutige Motorradmotoren haben nur noch das physikalische Grundprinzip
gemeinsam mit den Automotoren. Die Einsatzbedingungen und die Kennwerte
unterscheiden sich jedoch gewaltig:
Mineral- oder Synthese-Öle?Mineralöle sind natürlichen Ursprunges, entstanden in Jahrmillionen durch Zersetzung fossiler Sedimente. Daher bestehen Mineralöle aus einer vielfältigen Mischung verschiedener Stoffe in verschiedenen Molekülgrößen und mit verschiedenen Siedepunkten. Wird das Mineralöl bei hohen Temperaturen betrieben, so verdampft ein flüchtiger Anteil, das verbleibende Öl verändert seine Eigenschaften und verringert sich in der Menge. Dieser Mengenunterschied muss durch Nachfüllen ausgeglichen werden. Syntheseöle sind künstlich aus verschiedenen Grundstoffen hergestellt, es gibt hier die so genannten Hydrocrack (HC) Öle, synthetische Kohlenwasserstoffe (PAO) und synthetische Ester. Diese Grundstoffe weisen einheitliche Molekülgrößen auf und besitzen daher auch einen einheitlichen und auch höheren Siedepunkte. Daher fällt hier der Schwund durch Verdampfung weniger ins Gewicht. Die Esterchemie ist sehr kompliziert und erfordert sehr viel Erfahrung beim Hersteller, um diese Produkte optimal einzustellen. Wir haben dieses Know-how aus der Turbinenschmierung gewonnen und auch die heutige Motorrad-Hochleistungsöle werden von uns basierend auf der Estertechnologie entwickelt. Wir sind der Meinung, dass nur die hochwertigsten Ester für Hochleistungsaggregate geeignet sind. Unsere Ester haben eine sehr hohe Affinität zu Metallen, das heißt vereinfacht, eine Metalloberfläche wirkt quasi wie ein Magnet auf einen Ester. Er setzt sich unmittelbar auf die Metalloberfläche und tropft im Gegensatz zu herkömmlichen Ölen dort auch nicht mehr ab. Dieses ist insbesondere für die Nockenwellen sehr wichtig. Wird ein Motorrad Abends abgestellt, so tropft ein herkömmliches Öl über Nacht von der Nockenwelle ab und am nächsten Morgen, ist beim Startvorgang dort kein Öl mehr zu finden. Das heißt bis zum Zeitpunkt an dem die Ölpumpe das Motorenöl aus der Ölwanne hochgepumpt hat, befindet sich der Motor im so genannten Notlauf ---- ohne Schmierung! Trotz dieser überragenden Eigenschaften sollte insbesondere bei Oldtimern von der Verwendung eines auf Estertechnologie basierenden Öles abgesehen werden. Denn der Ester hat mit seiner ansonsten erwünschten, stark reinigenden Wirkung die Angewohnheit, alte Dichtungsmaterialien (z.B.: Leder) aufzulösen. Heutige Dichtungen sind absolut verträglich mit Estern. Wunderadditive?Die oben gemachten Erläuterungen verdeutlichen wie anspruchsvoll die chemische Technologie heutzutage ist. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle auf einen Sachverhalt hinweisen, der des öfteren an uns herangetragen wird. Auf dem Markt werden heutzutage sogenannte “Wunderadditive“ verkauft. Diese Zusätze sind nicht auf Ihre Verträglichkeit getestet und können Motorenöle sehr negativ beeinflussen. Bitte sehen Sie von der Verwendung dieser Mittel unbedingt ab. Es sollte einleuchtend sein, dass wir als Schmierstoffexperten, sollten diese Mittel wirklich funktionieren, sicherlich die ersten wären die sie verwenden würden. Wie oft sollte man das Öl wechseln?Das Motoröl sollte unter allen Umständen regelmäßig laut den Fahrzeugherstellerangaben gewechselt werden. Auch wenn nur wenige Kilometer gefahren werden, mindestens einmal jährlich. Das beruht darauf das es einem Motorenöl recht wenig ausmacht wenn der Motor im Betrieb ist, viel mehr Probleme verursachen die Kaltstartphasen. Denn im kalten Betrieb gelangt viel Treibstoff in das Öl und durch die Vermischung wird es immer dünner. Nur bei hohen Öltemperaturen, also längeren Fahrstrecken, kann der eingebrachte Treibstoff wieder ausdampfen. Zusätzlich kommt es noch zum so genannten Motoratmen, dieses geschieht wenn der warme Motor abgestellt wird. Durch das Abkühlen verringert sich das Ölvolumen im Motor und es entsteht ein geringer Unterdruck. Dieser bewirkt, dass kalte, feuchte Luft aus der Atmosphäre in den Motorraum gesogen wird. Dieser Effekt trägt zusätzlich zu einer Alterung des Öles bei. Bei Motorrädern die nur im Sommer gefahren werden, hat es sich bewährt, vor dem "Einwintern" einen Ölwechsel durchzuführen. Es bilden sich während der Gebrauchsdauer aggressiven Bestandteile im Motorenöl, diese können zu Korrosion führen und damit einen Schaden im Motor während der Winterstandzeit anrichten. Mischbarkeit?Generell müssen alle Motorenöle miteinander mischbar sein, ansonsten bekommen sie für den deutschen Markt keine Zulassung. Sie sollten jedoch um eine gleich bleibende Performance zu gewährleisten nur Öle miteinander mischen, die auch auf der gleichen Technologie basieren. Um den Forderungen der Fahrzeughersteller gerecht zu werden sollten zusätzlich die gleichen Spezifikationen und die gleiche Viskositätsbezeichnung auf den Gebinden stehen. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte man das bereits im Motor befindliche Produkt auch zum Nachfüllen verwenden. SpezifikationenWelche Spezifikationen für Motoröle gibt es?Mehrere Organisationen erstellen Spezifikationen für Schmierstoffe, die zum
jetzigen Zeitpunkt von Bedeutung sind:
Die Spezifikationen der API und der ACEA basieren auf reinen Testverfahren für den automobilen Bereich und sollen hier nicht weiter erläutert werden. Die JASO Spezifikationen können vereinfacht so erklärt werden:
Da das motorische Leistungsvermögen der JASO Zweitakt-Klassen jedoch nicht ausreicht um besonders anspruchsvolle Zweitakt-Motoren abzudecken, wurden in Europa von den Motorenherstellern ISO-Spezifikationen ausgearbeitet.
GabelöleGabelöle bzw. Stoßdämpferöle sind unsere Spezialität. Wir sind in Deutschland und Europa auf diesem Gebiet unangefochtener Marktführer. Wir bieten für Motorräder zwei Produktgruppen, die alle Bedürfnisse abdecken. Zum einen die SILKOLENE FORK OILS für den Standardanwender und zum anderen SILKOLENE PRO RSF. Hierbei handelt es sich um Rennsuspensionsflüssigkeiten mit extrem hohen Viskositätsindex (VI) für perfekte Dämpfungscharakteristiken. Der VI gibt eine Aussage darüber inwieweit sich die Viskosität eines Öles bei zunehmender Temperatur ändert. Je höher der VI, desto geringer die Viskositätsänderung. Der Viskositätsindex sollte bei einem Gabelöl möglichst hoch sein. Dadurch
wird gewährleistet, dass sich die Dämpfungseigenschaften während des
Fahrbetriebes und bei wechselnden Temperaturen nicht ändern. Die Viskosität des
Gabelöls hat direkten Einfluss auf die Federungseigenschaften. Diese können im
Rahmen der Herstellervorgaben durch die gezielte Wahl eines Gabelöls mit einer
spezifischen Viskosität oder auch durch Mischen verschiedener Viskositäten
verändert und an die persönlichen Anforderungen angepasst werden. |
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